"Freiheit gibt es nur bei einem guten und aufrechten Gewissen."
Johannes Calvin, Kirchenreformator (1509 - 1564)
"Freiheit gibt es nur bei einem guten und aufrechten Gewissen."
Johannes Calvin, Kirchenreformator (1509 - 1564)
Professor Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber ist einer der profiliertesten Theologen Deutschlands und betätigt sich als Vordenker in ethischen Fragen.
Er war von 1994 bis 2009 Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg. Sechs Jahre lang, von 2003 bis 2009, repräsentierte er als Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) die 24,5 Millionen Menschen evangelischen Glaubens in unserem Land. Immer wieder hat er sich in wichtigen gesellschaftlichen Debatten als Vertreter der evangelischen Kirche zu Wort gemeldet, zum Beispiel zur Rolle der Familie, zu Bildungsfragen, zur Bioethik, zum Verhältnis von Christentum und Islam sowie zur Ethik des Unternehmertums.
Heute widmet sich Wolfgang Huber vor allem der Wertevermittlung in Wirtschaft und Gesellschaft. Seine Schwerpunkte liegen dabei in den Bereichen Wirtschaftsethik, Bildung und Bioethik. Er arbeitet als Publizist und Theologie-Professor an der Berliner Humboldt-Universität und in Heidelberg. Daneben hat er zahlreiche Ehrenämter inne. So ist er Mitglied im Deutschen Ethikrat.
Wolfgang Huber hält Vorträge und berät ausgewählte Institutionen aus Wirtschaft, Politik, Medien und Gesellschaft sowie Führungskräfte in ethischen, gesellschaftlichen und religiösen Fragen.
Auszeichnung mit dem Max-Friedlaender-Preis
Für sein „stetes Eintreten für Gerechtigkeit in der Gesellschaft“ ist Wolfgang Huber mit dem Max-Friedlaender-Preis 2010 des Bayerischen Anwaltverbands geehrt worden. Die Auszeichnung wurde am 05. November 2010 bei einem Festakt in der Münchner Residenz übergeben. Die Laudatio hielt der Erzbischof von München und Freising, Dr. Reinhard Marx.
Frühere Preisträger waren unter anderem Marianne Birthler, Roman Herzog, Hans-Jochen Vogel und Jutta Limbach.
Auszeichnung mit der Wichernplakette des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
Das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hat Wolfgang Huber mit der Wichernplakette ausgezeichnet. Zur Begründung hieß es, der frühere Berliner Bischof und EKD-Ratsvorsitzende habe sich stets für ein Nebeneinander von Kirche und Diakonie eingesetzt und die Diakonie in ihrem Wirken unterstützt. Direktorin Susanne Kahl-Passoth sagte in ihrer Rede zur Verleihung am 06. Dezember 2011: „Zwischen Kirche und Diakonie waren Sie nicht nur ein Brückenbauer, sondern oft die Brücke selbst. Sie haben das Bild vom Tandem, vom Nebeneinander von Kirche und Diakonie geprägt und auch gelebt. Ihre Kreativität bei der Lösung schwieriger Probleme in der Diakonie war beeindruckend, so dass wir keine Sackgassen kannten. Ich würde mir häufiger solche Menschen wünschen wie Sie, die mit ihrem Geist, ihrem Verstand, ihrem Herzen etwas bewegen, damit es jedenfalls ein wenig gerechter, barmherziger in unserer Welt zugeht und damit auch wärmer.“
Pressemitteilung des Diakonischen Werks: livepage.apple.com
Wolfgang Huber erhält den Karl-Barth-Preis 2012
Wolfgang Huber erhält den Karl-Barth-Preis 2012. Das gab die Union Evangelischer Kirchen in der EKD am 08. November 2011 bekannt. In der Begründung der Jury heißt es: "In seinem theologischen Denken hat Wolfgang Huber die Perspektiven einer 'Kirche der Freiheit' im Sinne der Barmer Theologischen Erklärung immer wieder neu ausgeleuchtet. Karl Barth ist ihm vom Beginn seines theologischen Denkweges bis heute ein wichtiger Gesprächspartner geblieben. In seinem kirchlichen Wirken als Berliner Bischof und als Ratsvorsitzender der EKD hat Wolfgang Huber "Kirche der Freiheit" beherzt gelebt und überzeugend repräsentiert. Beispielhaft hat er die Kirche theologisch reflektiert geleitet und damit ein Wort von Barth bewährt: "Wer Kirche sagt, muss auch Theologie sagen."
Pressemitteilung der Union Evangelischer Kirchen: livepage.apple.com
Kulturgroschen 2011 an Wolfgang Huber vergeben
Der Deutsche Kulturrat, Spitzenverband der Bundeskulturverbände, hat Wolfgang Huber mit dem Kulturgroschen 2011 ausgezeichnet. Der Theologe wurde bei einer Festveranstaltung am 28. September in Berlin für sein herausragendes Engagement beim Dialog zwischen Kultur und evangelischer Kirche geehrt. Die Laudatio hielt Jürgen Flimm, Intendant der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Wolfgang Huber habe sich besonders in seiner Amtszeit als Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) von 2003 bis 2009 erfolgreich für eine Intensivierung des Dialogs zwischen dem Kulturbereich und der Evangelischen Kirche eingesetzt, so der Deutsche Kulturrat. In seiner Amtszeit wurde u.a. zum ersten Mal in der Geschichte der EKD eine Kulturbeauftragte berufen.
Laudatio von Prof. Jürgen Flimm: 110928 Flimm.pdf
Rede von Prof. Monika Grütters, Vorstandssprecherin der Stiftung Brandenburger Tor der Landesbank Berlin Holding AG: 110928 Grütters.pdf
Rede von Wolfgang Huber: 110928 Kulturgroschen.pdf
Frank-Loeb-Gastprofessur der Universität Landau
Wolfgang Huber ist Inhaber der Frank-Loeb-Gastprofessur der Universität Landau. Mit dem 68-jährigen Theologen wird ein engagierter Vermittler zwischen Religion, Politik und Gesellschaft und ein Vordenker in ethischen Fragen geehrt, wie die Universität Koblenz-Landau mitteilte. Huber hielt am 18. Mai 2011 einen Vortrag zum Thema "Verschieden und doch gleich. Aufgaben einer Integrationsgesellschaft".
Die Frank-Loeb-Gastprofessur wurde zum dritten Mal vergeben. Der Name erinnert an die jüdische Landauer Familie Frank-Loeb, die in der NS-Zeit enteignet wurde. Zur Familie Frank-Loeb gehörte auch Zacharias Frank, ein Urgroßvater Anne Franks. Mit der Gastprofessur werden Persönlichkeiten geehrt, die sich in der Öffentlichkeit engagieren und mit hoher Glaubwürdigkeit zur Politikvermittlung und internationalen Verständigung beigetragen haben. Inhaber der Gastprofessur waren bisher der deutsch-französische Publizist Alfred Grosser und der frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer.
Vortrag von Wolfgang Huber: 110518 Vortrag Landau.pdf
Link zum Frank-Loeb-Institut: livepage.apple.com
Ethikrat legt Stellungnahme zu Präimplantationsdiagnostik vor
Der Deutsche Ethikrat hat am 08. März 2011 vor der Bundespressekonferenz in Berlin seine Empfehlung zur Präimplantationsdiagnostik (PID) vorgestellt. Im Kern geht es um die Frage, ob man künstlich befruchtete Eizellen auf Erbkrankheiten untersuchen lassen darf, bevor über eine Einpflanzung in die Gebärmutter entschieden wird. Wolfgang Huber vertrat vor der Presse diejenigen elf Mitglieder des Ethikrats, die für ein Verbot der PID eintreten. Sein Statement zum Download: 110308 PK Ethikrat.pdf
Sexauer Gemeindepreis für Theologie an Wolfgang Huber
Wolfgang Huber ist mit dem renommierten "Sexauer Gemeindepreis für Theologie" ausgezeichnet worden. Damit würdigte die Evangelische Kirchengemeinde Sexau (Landkreis Emmendingen in Baden-Württemberg) die „überzeugende Wahrnehmung der Rolle eines Repräsentanten des Protestantismus in der politischen, medialen und kirchlichen Öffentlichkeit". Der mit symbolischen 500 Euro dotierte Preis wurde am 27. November 2010 übergeben. Die Laudatio hielt Klaus Engelhardt, der frühere Bischof der badischen evangelischen Landeskirche und einer der Amtsvorgänger Hubers als EKD-Ratsvorsitzender.
Der Sexauer Gemeindepreis für Theologie wurde 1980 von Gemeindepfarrer Rudolf Landau initiiert. Er wird in unregelmäßigen Abständen an akademisch lehrende Theologinnen oder Theologen verliehen, deren Arbeiten "für die Gemeinde verständlich und fruchtbringend sind". Frühere Preisträger waren unter anderem Werner Krusche, Jürgen Moltmann, Luise Schottroff und Hans-Joachim Eckstein.
Bericht der Badischen Zeitung vom 29. November 2010: 101129 Badische Zeitung.pdf
Neuerscheinung im Verlag Kreuz: „Darauf vertraue ich“
Wolfgang Hubers neuestes Buch „Darauf vertraue ich. Grundworte des christlichen Glaubens“ ist im Verlag Kreuz erschienen. Der Theologe lässt sich von alten Schlüsseltexten der Bibel und der christlichen Überlieferung leiten und entwickelt aus ihnen neue Gedanken, die heute Halt und Orientierung geben. Er betrachtet die Schrifttexte - darunter der Psalm 23, das apostolische Glaubensbekenntnis und die Zehn Gebote - im Kontext der Gegenwart und vermag es, Offenheit und Toleranz mit einem festen eigenen Standpunkt zu verbinden.
Das Buch wurde am 4. Oktober 2011 im Tagungszentrum der Französischen Friedrichstadtkirche am Berliner Gendarmenmarkt vorgestellt. Die Moderation übernahm der Verleger Manuel Herder vom gleichnamigen Verlag. Die Laudatio hielt der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Frank-Walter Steinmeier.
Rede von Frank-Walter Steinmeier: 101004 Steinmeier.pdf